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Das Mint-Profil

Profil Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT)

In der Wissenschaft sind „Alleingänge“ heute kaum noch möglich; zu verzahnt
und komplex sind die Antworten auf die Fragen der Forschung, als dass eine
Person allein zu einer Lösung kommen könnte. Hier führt nur Teamarbeit zum
Erfolg.

 

 

 

 Zitat aus der Ausstellung „Ein Leben in Netzen“
Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

 

 

 

 

Ziele
In Anbindung an die Aspekte „Begabungen entfalten“, „Christsein leben“ und
„Zukunft gestalten“ des Leitbildes der Schule  
- soll die MINT-Klasse nicht Spezialbegabungen und -interessen zusammenbündeln,
sondern ein grundsätzliches Interesse an MINT-Themen wecken und an die
verschiedenen Disziplinen heranführen.
- soll die Erfahrung „Ich kann das auch“ gestärkt werden und weitertragen.
- sollen Mädchen und Jungen erleben, dass MINT-Kenntnisse und -anwendungen
alltäglich sind. Durch einen handlungsorientierten Zugang sollen sie die MINT-
Fächer als spannend erfahrbar werden (daher unterschiedliche Projektthemen, die
beide Geschlechter ansprechen.)
- ist ein übergeordnetes Ziel der Erwerb bzw. die Ausschärfung der Teamfähigkeit
der Klasse (soziale Kompetenz). Bei allen Projekten, die den
naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg und die experimentellen Fähigkeiten
fördern, ist eine Arbeit im Team zwingende Voraussetzung. Die
Gruppenzusammensetzungen sollen wechseln und z.T. auch gelost werden, um
die Klassengemeinschaft und das gegenseitige Helfen zu fördern und z.B. starke
Cliquenbildung und Mobbing vorzubeugen.
- soll der naturwissenschaftliche Erkenntnisweg (Biologie/Chemie/Physik) und das
Denken in systematischen logischen Strukturen (IT, Technik) erlernt und geübt
werden.
-sollen Schüler in der Lage sein, aus ethischer Sicht kritisch MINT-Themen zu
bewerten und zu diskutieren.
- sollen Schüler die Umwelt als schützenswert erfahren und auch die Endlichkeit
von Ressourcen wahrnehmen.
- soll das soziale Miteinander und der fachliche Wissenstransfer innerhalb der
Schülerschaft gefördert werden.

Konzept
Das Konzept des MINT-Profils basiert auf den von der Gesamtkonferenz
(19.05.2016) verabschiedeten Vorgaben der Stundentafel für die Profile.

- Es wird in Doppelstunden unterrichtet. Damit ist es ausgehend von der
Stundentafel in den Klassenstufen 7-9 notwendig, die MINT-Stunden epochal zu
legen.
o Klasse 5: 2 Stunden ganzjährig
o Klasse 6: 2 Stunden ganzjährig
o Klasse 7: epochal (möglichst 2. Halbjahr)
o Klasse 8: epochal (möglichst 1. Halbjahr)
o Klasse 9: epochal (möglichst 1. Halbjahr)

- Es wird grundsätzlich in Projekten gearbeitet.
- Die Projekte stellen keine Vertiefung des Fachunterrichts dar, sondern
sind entsprechend den formulierten Zielen zu konzipieren.
- Zu Anfang sind die Projekte stärker vorstrukturiert, sodass sie auch in
Klassenstärke durchgeführt werden können. Mit zunehmendem Alter wird der
Aufbau der Projekte immer offener. Am Ende in Klasse neun sollen möglichst
selbst gewählte Projekte stehen, in denen eine eigenständig formulierte
Forschungsfrage beantwortet wird. Aufgrund der notwendigen, individuellen
Beratung der Gruppen resultiert daraus ein erhöhter Bedarf an betreuenden
Lehrkräften.
- Es gibt einen Pool von Projekten für jeden Jahrgang, aus dem die im
MINT-Profil unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen für die jeweilige
Jahrgangsstufe auswählen können.
- Ein Seminarfach „Lernen durch Lehren“ wäre denkbar und würde den
Aspekt eines Perspektivwechsels mit hineinnehmen. „Lernen durch Lehren“
könnte auch schon früher umgesetzt werden, indem die Klassen 8+9 als
Mentoren die Klassen 5+6 mit dem Material des Seminarfaches vertraut
machen.
- Kollegen werden in der MINT-Klasse neben den MINT-Stunden auch in ihrem
jeweiligen Fachunterricht eingesetzt.
- Die Projekte werden benotet. Dazu wird jedes Projekt einem MINT-Fach
zugeordnet und fließt in die Mitarbeitsnote ein.
- An Wettbewerben wird verstärkt teilgenommen. Dabei werden einerseits
Individualwettbewerbe ins Profil eingebunden, um eigene Interessen und
Fähigkeiten zu vertiefen, andererseits Teamwettbewerbe, die gleichzeitig
handlungsorientiert angelegt sind und Alltagsanwendungen der MINT-Fächer
aufgreifen.
- Die Teilnahme an einigen Wettbewerben ist verpflichtend, um so in späteren
Jahrgängen selber über weitere Teilnahmen entscheiden zu können und seine
Begabungen selbstständig zu entfalten.
- außerschulische Lernorten werden genutzt (z.B. Wattenmeerlabor, Botanischer
Garten, physiXS) und eine Zusammenarbeit soll weiter ausgebaut werden
Für Rückfragen zum Profil stehen folgende Personen sehr gerne zur Verfügung.

Markus Schnötke (Fachobmann Chemie und Biologie)
Kontakt: markus.schnoetke(ät)lfs-ol.de

Barbara Becker- Fränzle (kommissarische Fachobfrau Physik)
Kontakt: barbara.becker-fraenzle(ät)lfs-ol.de

 MINT-Projekte Klasse 5a Schuljahr 2016/17 1. Halbjahr