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Das Fach Musik

Das Profil Musik an der Liebfrauenschule

Der Musikunterricht bietet, wie jeder andere Unterricht auch, seine eigenen Möglichkeiten zur Persönlichkeitsbildung eines jungen Menschen beizutragen. Zur Verdeutlichung seien drei Aspekte hervorgehoben:

1. Hören
Gemeinsames Musizieren, sowohl das Singen als auch das Spielen mit Instrumenten, fördert in besonderer Weise das Hören. Nur wer genau hinzuhören vermag, wird auch in der gerade gespielten oder gesungenen Musik seine Aufgabe richtig wahrnehmen können. So trainiert und schärft jeder Schüler im Musikunterricht den Gehörssinn. Und das Gehör ist wichtig. Ein Großteil allen Unterrichts wird über das Hören aufgenommen. Ja es scheint sogar in unserer Zeit, die von einer Flut flüchtiger Bilder geprägt ist, besonders wichtig zu sein, diesen Sinn des Menschen zu schärfen. Denn er geht auch über den reinen Informationstransfer hinweg noch in die Tiefe. Als Beispiel dafür sei der heilige Franziskus von Assisi angeführt. Er wird oft auf Bildern mit überdimensional großen Ohren dargestellt. Er konnte, wie die Legende sagt, die Tiere verstehen. So konnte er tief in die Schöpfung Gottes hinein hören und deren Geheimnisse besser verstehen lernen.

2. Soziales Lernen
Wird im Musikunterricht ein Musikstück eingeübt, dann wird die Dimension des sozialen Lernens besonders deutlich. Jeder einzelne Schüler trägt seinen Beitrag zum Gelingen des Ganzen bei. Es ist nicht erheblich, ob der einzelne Anteil nun sehr kompliziert oder recht einfach ist. Entscheidend ist, dass die Musik erst richtig fertig ist, wenn wirklich alle ihren Beitrag geleistet haben. So gehen alle gemeinsam zum Ziel.

3. Geduld
Schüler, die über den schulischen Musikunterricht hinaus noch ein Instrument erlernen, aber auch Schüler, die im Musikunterricht mitarbeiten oder in einer der schulischen AGs mitwirken, werden vielfach im Alltag die Erfahrung machen, dass nicht jede Musik so leicht zu erlernen ist. Wenn sie dann aber immer wieder üben und probieren, werden sie erleben, dass sie diese Hürden überwinden können. Geduld, die sie dabei erlernen, ist wertvoll für heranwachsende aber auch für alle anderen Menschen in jeder Lebenslage.

Von diesen drei Grunderfahrungen ist der Musikunterricht an unserer Schule geprägt. Er führt die Schüler zur Bekanntschaft und tieferem Verstehen von Musik aller Stilrichtungen. Durch das Verweben von praktischen, emotionalen und kognitiven Anteilen wird ganzheitliches Lernen auf allen schulischen Stufen ermöglicht. Darüber hinaus sind alle eingeladen, in den Chören, den Orchestern und den Big Bands der Liebfrauenschule mitzuwirken. Bei den abschließenden Schulkonzerten können alle Mitwirkenden erste
 Bühnenerfahrungen sammeln.


Das Musikzweigprofil an der
Liebfrauenschule Oldenburg

Seit dem Schuljahr 1991/92, also seit nun über 25 Jahren, können Schülerinnen und Schüler an der  Liebfrauenschule Oldenburg das "besondere Unterrichtsangebot im Fach Musik" wählen. Neben den in der Stundentafel vorgesehenen Musikunterricht kommen in den Musikklassen zwei Stunden Musikpraxis im Klassenorchester hinzu. Der Musikzweig wird in den Jahrgängen 5 – 9 angeboten. Der Zuspruch ist groß. Die Entwicklung von Grundkompetenzen im Bereich der praktischen Musikausübung wie auch im Verstehen von Musik wird im Musikzweig nachhaltig und gezielt gefördert. Darüber hinaus vermittelt das gemeinsame Musizieren wichtige Grundkompetenzen; zu nennen sind hier Ausdauer, Lern- und Leistungsbereitschaft, die Entfaltung individueller, auch musikalisch-künstlerischer Begabungen, die Entwicklung von sozialen Kompetenzen durch die Arbeit in Gruppen sowie die  Stärkung der Persönlichkeit.
"Kinder brauchen Musik!" Mit einer zielgerichteten Förderung dieser Fähigkeiten kann, wenn sie von den Eltern und Kindern gewünscht wird, nicht früh genug begonnen werden. Dem trägt der Musikzweig in den Klassen 5 – 9 an der Liebfrauenschule Oldenburg Rechnung.


für den Fachbereich Musik: Johannes Möller