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Das Fach Mathematik an der LFS

 

Unsere Kultur entwickelt unterschiedliche Zugänge, die Welt zu verstehen. Dabei besteht der Beitrag des Mathematikunterrichts zur Allgemeinbildung im Wesentlichen aus folgenden Aspekten:

1. Mathematik als Orientierung in einer zunehmend digitalisierten und ökonomisierten Welt: Eine Orientierung kann auf der Basis unterschiedlicher Maßstäbe oder Wertevorstellungen, aber und insbesondere auch im Sinne der christlichen Ethik erfolgen.

2. Mathematik als Werkzeug zur Beschreibung der Umwelt: Hier ist weitergehend auch der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt aus christlicher Perspektive zu thematisieren. Dabei sind auch fächerübergreifende Aspekte wie beispielsweise Demographie oder Klimaerwärmung möglich.

3. Mathematik und ihre Bedeutung für die kulturelle Entwicklung: Gerade hier ist ein christlicher Denkansatz unerlässlich, ist doch die abendländische Kultur unmittelbar mit dem Christentum verbunden.

4. Mathematik fördert Kritikfähigkeit und Beurteilungskompetenz: Unter diesen Aspekt fallen die Wahrheitsfindung, das Aufdecken von Falschmeldungen (Fake-News), die Behandlung von Klischees und der Umgang mit Fehlvorstellungen, die vor dem Hintergrund eines christlichen Menschenbildes zu einem mündigen, christlich geprägten Menschen erziehen.

Konkrete Beispiele finden sich …

... im Bereich der Statistik bei der Sensibilisierung der Schüler*innen für die Manipulation der Daten durch z. B. die Wahl der Skalierung.

... beim Vergleich von allgemeiner Argumentation und mathematischer Argumentation. Hier wird  zwischen Behauptungen, Postulaten oder auch Beweisen unterschieden und die „Wahrheit“ betrachtet.

... beim „funktionalen Zusammenhang“. Hier kann die Darstellung von Daten z. B. von der Klimaerwärmung oder Weltbevölkerung als Grundlage zu einer datenbasierten Diskussion eingesetzt werden.

Lehrmittel:
Als Schulbuch ist in allen Jahrgängen das Lehrwerk „Neue Wege“ eingeführt. Dieses Lehrwerk ist auch als E-Book erhältlich und kann daher mit dem IPad genutzt werden.

Durch die zunehmende Digitalisierung ist der Einsatz digitaler Mathematikwerkzeuge gestaffelt:
Im Jahrgang 6 wird als Taschenrechner die App zum TI-Nspire CAS verwendet.
In den höheren Jahrgängen werden auslaufend der Taschenrechner TI-Nspire-CAS  (Jahrgänge 7 bis 10) und in der Sekundarstufe II der grafikfähige Taschenrechner Casio fx 9860II verwendet.

Fördern und Fordern:
An der Liebfrauenschule gibt es wöchentlich eine Förderstunde, die Schüler*innen offensteht, die durch Krankheit Unterrichtsinhalte nachholen müssen oder bei denen die Versetzung gefährdet ist. Diese Förderstunde ergänzt die selbstverständlichen Bemühungen im regulären Unterricht, die Lerninhalte nachzuarbeiten und wird von einer Lehrkraft durchgeführt.

Der Bereich des Forderns ist vielfältig. Jedes Jahr nehmen Schüler*innen an Wettbewerben wie dem Känguru-Wettbewerb, der Mathematik-Olympiade und teilweise auch am Bundeswettbewerb für Mathematik teil. Im Einzelfall kann durch das Frühstudium oder auch Online-Stipendium in diesem Bereich eine mathematische Hochbegabung individuell gefordert werden.

Kirsten Stahl (Stand Februar 2020)


Die Frage des christlichen Profils der Fachdidaktik

Prof. Dr. Franz Bölsker, Leiter der Abteilung Schule und Erziehung des Bischöflich Münsterschen Offizialats Vechta hat 2018 alle Fachbereiche an den Schulen der Schulstiftung St. Benedikt des Offizialates Vechta aufgefordert, sich Gedanken über das spezifisch Christliche, was sich im Unterrichtskonzept eines jeden Faches niederschlägt, zu machen. Das Ergebnis dieses Prozesses (Ende 2019) für das Fach Mathematik  finden Sie hier.