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Beitrag des Faches Englisch zum Schulprogramm der LFS


Englisch wird an der Liebfrauenschule als erste Fremdsprache unterrichtet und von einem sehr großen Teil der Schülerinnen und Schülern als fortgeführte Fremdsprache in der Oberstufe belegt. Im Bewusstsein, dass die englische Sprache nicht mehr nur Schulstoff, sondern von vielen Seiten vorausgesetzte Lingua Franca ist, bietet die Liebfrauenschule seit langem Vorbereitungskurse für die externen, international anerkannten Cambridge Zertifikatsprüfungen an.

Lehrwerk

Seit dem Schuljahr 2006/2007 arbeiten wir, von der 5. Klasse an aufsteigend, mit dem Lehrwerk Green Line von Klett. Dieses vollständig neue Buch ist optimal abgestimmt auf die Erfordernisse im Englischunterricht, die sich aus den im Folgenden beschriebenen Veränderungen ergeben.

Veränderungen

In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für den Englischunterricht erheblich geändert und Aufgabe der Fachschaft ist es, auf diese neuen Vorgaben mit pädagogischen Konzepten zu reagieren. Zu den Neuerungen gehören der Englischunterricht in der Grundschule, die um ein Jahr verkürzte Schulzeit bis zum Abitur, das neue Kerncurriculum sowie zentrale Leistungsüberprüfungen jetzt auch in der Mittelstufe. Weitere erhebliche Änderungen der letzten Jahre sind inzwischen in den Schulalltag eingegangen, sollen hier aber noch erwähnt werden, um das Ausmaß des Wandels zu zeigen. Bei der Auflösung der Orientierungsstufe als verbindliche Schulform für die Klassen 5 und 6 war die LFS 2003 das erste Gymnasium in Oldenburg, das Fünftklässler aufnahm, und auch das 2006 erstmalig durchgeführte niedersächsische Zentralabitur ist inzwischen Routine. Die neue Profiloberstufe in der Sekundarstufe II ist 2008 erstmals ins Abitur gegangen. Damit gibt es noch die Wahl zwischen Englisch auf grundlegendem Niveau oder auf erhöhtem Niveau, in jedem Fall mit vier Wochenstunden, wodurch die bisherige Unterscheidung in dreistündige Grundkurse und fünfstündige Leistungskurse abgelöst wurde.

Zusammenarbeit mit der Grundschule

Die Einführung von Englisch in der 3. und 4. Klasse der Grundschule führte  zu Besuchen von Grundschullehrerinnen im Englischunterricht unserer 5. Klassen und zu einer gemeinsamen Konferenz der Fachkollegien mehrerer Oldenburger Grundschulen und weiterführender Schulen. Diese Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden. Unser neues Buch ermöglicht immer wieder Rückgriff auf in der Grundschule Erlerntes, bietet aber auch Material an, um eventuelle Lücken in diesem Bereich zu schließen.

Wettbewerb The Big Challenge 

Seit mehreren Jahren nehmen Schülerinnen und Schüler unserer Klassen 5 bis 8 am europaweiten Wettbewerb The Big Challenge teil. Viele Teilnehmende erreichen weit überdurchschnittliche Ergebnisse.

Cambridge Certificates

Fester Bestandteil unserer Fachschaft sind die Kurse zur Vorbereitung auf die Prüfungen zu den Zertifikaten FCE (Jahrgang 10, bisher 11) und CAE (Jahrgang 11, bisher 12). Diese erleichtern den Zugang zu bestimmten Studien- und Ausbildungsgängen.

Kerncurriculum

Seit dem Schuljahr 2006/2007 gelten in Niedersachsen für die Schuljahrgänge 5 – 10 neue Richtlinien für den Englischunterricht, die im Kerncurriculum festgelegt sind. Die entsprechenden Vorgaben für die Jahrgänge 11-12 sind mit dem Beginn des Schuljahres 2010/11 in Kraft getreten. Grundlage für diese Richtlinien ist der vom Europarat herausgegebene „Gemeinsame europäische Referenzrahmen“ (GeR), der zum Ziel hat, das Lernen von Fremdsprachen durch einheitliche Standards vergleichbar zu machen und der Lebenswelt von heute anzupassen.
Was hat das Kerncurriculum für Auswirkungen auf das Englischlernen und –lehren an unserer Schule?

Grundsätzliche Inhalte und Methoden wie zum Beispiel die Vermittlung der vier Fertigkeiten (Hör-/Leseverstehen, Sprechen, Schreiben) oder das Prinzip der funktionalen Einsprachigkeit  (also Englisch als primäre Unterrichtssprache) sind natürlich weiterhin wichtiger Bestandteil unseres Englischunterrichts. Mit dem Kerncurriculum haben aber einzelne Elemente neues Gewicht gewonnen, andere sind erstmals explizit hinzugekommen. Demzufolge stehen neben den o.g. kommunikativen Fertigkeiten und der Vermittlung von Wortschatz, Grammatik und Aussprache auch interkulturelle Kompetenzen (z.B. der Umgang mit kultureller Differenz) und Methodenkompetenzen (z.B. Präsentation und Mediennutzung) im Mittelpunkt unseres Englischunterrichts. Das Kerncurriculum nennt diese zusammen die „funktionalen kommunikativen Kompetenzen“, die von den Schülerinnen und Schülern durch den Dreischritt Rezeption-Interaktion-Produktion erworben werden sollen. Die sinnvolle Neuerung besteht darin, dass kommunikative Kompetenz im Englischen nun auch von gesetzgebender Seite „breiter“ gedacht wird und die Verwendung der Fremdsprache (z.B. um Alltagsprobleme zu bewältigen) vielfältig gelehrt, gelernt und überprüft werden kann. Das kommt unserem Verständnis von Englischunterricht sehr entgegen.
Insgesamt stellen wir nach zwei Jahren Umsetzung fest, dass der Englischunterricht nach dem Kerncurriculum den Umgang mit der Fremdsprache ganzheitlich und realitätsnah gestalten lässt. Ganzheitlich, weil immer die kommunikative Gesamtleistung der Schülerinnen und Schüler gesehen wird und realitätsnah, weil kulturelle Aspekte und Alltagssituationen ein stärkeres Gewicht erhalten haben.


für den Fachbereich Englisch : Astrid Reichert-Pahlke