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Fachgruppe Deutsch - Schulprogramm

Die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe, die diese Assoziationen zum Fach Deutsch notiert haben, beschreiben intuitiv den Bildungsbeitrag des Faches Deutsch, wie er im Kerncurriculum für das Gymnasium formuliert ist:

„Der Deutschunterricht leistet einen wesentlichen Beitrag zur sprachlichen, literarischen und medialen Bildung der Schülerinnen und Schüler. In der Auseinandersetzung mit Texten und Medien und in der Reflexion sprachlichen Handelns entwickeln sie Verstehens- und Verständigungskompetenzen, die ihnen helfen, die Welt zu erfassen und eigene Positionen und Werthaltungen begründet einzunehmen. Das Fach Deutsch trägt damit zur Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler bei.“ (S.7)

Die Fachgruppe Deutsch an der Liebfrauenschule hat auf der Grundlage des Kerncurriculums und der Vorgaben für die gymnasiale Oberstufe ein Schulccurriculum entwickelt, das die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in den drei Schwerpunktbereichen des Faches Deutsch – Schreiben und Sprechen, Reflexion über Sprache, Umgang mit Texten – entwickelt und fördert:

Im Bereich „Schreiben und Sprechen“ wird mit Hilfe verschiedenster Methoden die mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeit geschult: vom Erzählen über die Inhaltsangabe bis zur Textinterpretation sowie vom mündlichen Beschreiben über Streitgespräche zu Referaten. Im Bereich „Reflexion über Sprache“ steht die Betrachtung der Phänomene und Funktionsweisen der deutschen Sprache im Mittelpunkt, jeweils funktional bezogen auf Texte oder Kommunikationssituationen.

Im Bereich „Umgang mit Texten“ lesen, verstehen und analysieren die Schülerinnen und Schüler Texte verschiedenster Art: Sachtexte, Zeitungsartikel, Sekundärliteratur genauso wie fiktionale Literatur aller Gattungen von Goethe bis Grass, von Sophokles bis Heiner Müller, von Gryphius bis Erich Fried. Hinzu gekommen ist seit einiger Zeit die Beschäftigung mit den spezifischen Mitteln des Films als ästhetisches Zeichensystem. Integriert in diese drei Schwerpunktbereiche besteht der Deutschunterricht an der LFS auch darin, den Schülerinnen und Schülern Methoden und Techniken der Wissenserschließung und –darstellung eizubringen, die eine fachübergreifende Bedeutung haben: die Recherche in Büchereien und im Internet sowie die Präsentation des Erarbeiteten in Portfolios, Referaten, Wandzeitungen, Ausstellungen, auf Elternabenden oder ähnlichen Veranstaltungen.

Ein Schwerpunkt der Fachgruppenarbeit liegt auf der Entwicklung von prozessorientierten Methoden der Aufsatzerziehung. Das heißt, dass z.B. mit Hilfe von Schreibplänen, Rückmeldungen von Mitschülern, Überarbeitungsstrategien die verschiedenen kognitiven, methodischen und sprachlichen Einzelschritte zur Erarbeitung z.B. einer Erörterung oder einer Interpretation in den Blick genommen werden und somit die Kompetenz der Schülerinnen und Schüler gefördert wird, selbständig diese komplexen Schreibprozesse zu steuern. In diesem Zusammenhang fällt auch der Beschluss der Fachgruppe, in jedem Doppeljahrgang eine umfangreichere selbständige Arbeit wie z.B. ein Lesetagebuch oder ein Portfolio anfertigen zu lassen.

Ein weiterer Baustein moderner Deutschdidaktik sind die produktions- und handlungsorientierte Herangehensweise an Sprache und Literatur sowie die Öffnung von Schule. Beide Aspekte sind integrativer Bestandteil des Deutschunterrichts an der LFS:

Dabei spielt die kreative Produktion von literarischen Texten eine zentrale Rolle: So werden Briefe, Tagebuchnotizen, innere Monologe, Drehbuchskizzen, Essays, Kurzgeschichten, Gedichte, Hörspiele, Reportagen, Klassenzeitungen etc. produziert und häufig auch einer größeren Schulöffentlichkeit vorgestellt. 

Die oben angesprochene „Öffnung von Schule“ gestaltet sich für das Fach Deutsch an der LFS in Form von Theaterbesuchen (mindestens einmal pro Schuljahr), der Zusammenarbeit mit den Theaterpädagogen und Schauspielern des Staatstheaters (Theaterpädagogische Workshops, Premierenklasse), Lesungen in und außerhalb der Schule, Besuchen der KIBUM, Lesenächten, Teilnahme an Medienprojekten sowie dem Vorlesewettbewerb und dem bundesweiten Wettbewerb „Jugend debattiert“

Für den Fachbereich Deutsch: Andrea Meier-Gerhard