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29. November 2019

O Heiland reiß die Himmel auf

Nachbarschaftshilfe öffnet Blick in die Geschichte Oldenburgs

Auf dem Foto: N.N., Angela Prox, Chorleiter Manfred Pelz, Elisabeth Arends, Luise Krohm, N.N., Ingrid Kufferath

Kurt Wiesemann ist nach dem zweiten Weltkrieg Musiklehrer am Graf-Anton-Günther-Gymnasium. In dieser schwierigen Zeit erkennt er, dass besonders die jugendlichen Menschen, die den Erziehungsmethoden der Nazi-Diktatur ungeschützt ausgeliefert waren, eine neu ausgerichtete Lebenshilfe brauchen. Er knüpft an die  in der evangelischen Kirche verankerte Jugendbewegung der 20er Jahre an. Er versammelt Jugendliche aus der Stadt um sich und singt mit ihnen. Das Angebot wird angenommen. Bald sind 120 Sängerinnen und Sänger im Chor. Schwerpunkt ist die große geistliche und weltliche Chormusik von Palestrina bis zur Gegenwart und das Laienspiel und Tanz. Die Kraft, die Kurt Wiesemann seinen Jugendlichen damit geschenkt hat, hat ganze Biographien so geprägt, dass einige Menschen, die diese Zeit miterlebt haben, sich heute immer noch zum gemeinsamen Singen treffen. Frau Luise Krohm erzählt, dass sie als Flüchtlingskind nach dem Krieg nach Oldenburg kam und im Oldenburger Jugendchor eine neue echte Heimat gefunden hat und bis heute deswegen so begeistert singt. So auch jetzt in der Liebfrauenschule. Da bei der gastgebenden Nachbarin die Heizung ausgefallen war, wurde aus der Nachfrage nach Pakrplätzen für die Teilnehmerinnen schnell das Angebot des Schulleiters Herrn Krebber, dieses gemeinsame Singen in der Liebfrauenschule zu veranstalten. So verlebten sie am 27.11. einen vergnügten Nachmittag mit gemeinsamen Advents- und Weihnachtsliedern und mit Erinnerungen an den großen Mentor Kurt Wiesemann.