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08. November 2018

Exkursion „KonsumWandel“

Zwei Klassen 11 im September in der Universität

Workstation in der Universität

Unsere Stadt ist seit Juni 2016 Fairtrade Town! Daher war es selbstverständlich, dass Oldenburger Unternehmen und die Stadt Oldenburg selbst zehn verschiedene Veranstaltungen im Rahmen der FairTrade-Woche (10. bis zum 20. September) anbot, die sich mit dem Thema rund um die Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Da uns das Thema in so gut wie jedem Unterrichtsfach aufgrund seiner aktuellen gesellschaftlichen Relevanz begleitet, haben wir - die Klassen 11b und 11d - im Rahmen des Erdkundeunterrichtes die Ausstellung KonsumWandel in der Universität Oldenburg besucht.

Auf den ersten Blick ist die Ausstellung erstmal eins: kleiner als erwartet. Im Foyer der Universität Oldenburg stehen lediglich drei Stellwände bestehend aus gitterförmigem Aluminiumgestänge und dazwischen aufgespannten Leinwänden. Auf den drei Präsentationsflächen in L-Form wurden die Themen Wachstum, Fleischproduktion und Elektronik bzw. IT exemplarisch präsentiert und in den drei Kategorien Lifestyle, Bilanz und Wandel unterteilt.
Die leichten, in Kleinstteile demontierbaren Bauteile leistet bereits einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, indem die Ausstellung leicht aufzubauen und noch einfacher in einem Autokofferraum ohne erhöhte CO2-Emissionen zu transportieren ist.
Die Oberfläche der Stellwände war von allen Seiten mit Bildern, veranschaulichenden Grafiken und Schaubildern, gut lesbaren Texten und Zitaten von Wissenschaftlern oder sonstigen anerkannten Experten bedruckt. Auch Videos gaben Gelegenheit das Thema Nachhaltigkeit zu vertiefen. In diesem Zusammenhang fiel die große Vielfalt der Zahlen und Daten positiv auf.
Manche Fakten, wie das vorrückende Datum des Earth-Overshoot-Days, sind erschreckend und sensibilisierend. Dieses Jahr reichten die Ressourcen der Erde, die für dieses Jahr kalkuliert sind, lediglich bis zum 1. August! Auch dass die Deutschen durch ihren enormen Fleischkonsum (Platz 2 der Weltrangliste: Jeder Deutsche ist ca. 1094 Tiere in seinem Leben) stark zur Klimaerwärmung und weiteren Negativfolgen beitragen, lässt ebenso nachdenklich werden wie die mit der Handyproduktion verbundene Kinderarbeit.
Doch manche reagieren mittlerweile nur noch genervt von der stetigen Konfrontation mit diesen Themen. Es ist wahr, dass die Debatte um Fairtrade und Nachhaltigkeit bereits so häufig zur Sprache kommt, dass viele Menschen sie bereits als „überdiskutiert“ betrachten.

Glücklicherweise passiert gerade das bei dieser Ausstellung nicht, obgleich einem natürlich einige Aspekte schon im Vorhinein bekannt waren. Das liegt vor Allem daran, dass sie sich eben nicht nur auf die Problematiken konzentriert, sondern Beispiele aufführt, wie Nachhaltigkeit schon jetzt gewährleistet wird und welche Innovationsmöglichkeiten es für die Zukunft gibt. Mit recht viel Verständnis für den Konsumente zeigte unser Guide auf, was wir auch im Alltag ohne viel Aufwand tun können, um die Umwelt langfristig zu schonen und soziale Gerechtigkeit zu fördern. Vorgestellt werden Möglichkeiten wie das „grüne Wachstum“, aber auch konkrete Tipps für das alltägliche Leben.

Darüber hinaus gibt es noch eine „Workstation”. Dort konnte man unter anderem ein Quiz zur Ausstellung ausfüllen oder sich Lupinenkerne für den eigenen Anbau mitnehmen. Eine nette Idee, aber auch mit ökologischem Hintergrund, denn Lupinengewächse bieten nicht nur Bienen und anderen Insekten Lebensraum, sondern sind auch als Ersatz für tierische Produkte zu gebrauchen. Sie sind Sojapflanzen ähnlich, mit dem Unterschied, dass sie auch bei uns in Deutschland aufgrund ihrer Genügsamkeit wachsen.
?Hatte man am Anfang die Ausstellung als klein eingeschätzt, muss man im Nachhinein feststellen, dass man sich überraschend detailliert mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen kann. An fast jeder Stelle ist es möglich mit Internetlinks oder QR-Codes einen tieferen Einblick in ein konkreteres Thema, eine Idee, eine Forschungsreihe zu erhalten.
Obwohl sie auf den ersten Blick doch recht unspektakulär wirkte und für uns auch einiges an Wiederholungen beinhaltet hatte, informierte sie doch auf eine übersichtliche und anschauliche Art und Weise und regte die Ausstellung zum Nachdenken und motiviert letztendlich auch zum Handeln.

Du willst mit uns den ersten Schritt zu einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Gesellschaft gehen und fragst dich, wie? Ganz einfach:

 1.    Genieße das Fleisch deiner Mahlzeiten, iss aber maßvoll und nicht täglich Fleisch!
 2.    Kaufe nicht immer alles neu! Repariere und kaufe gebraucht!?Für Handys ist das FairPhone eine Alternative. Hier kannst du einzelne Komponenten wie die Kamera bei Defekten austauschen.

Wollt ihr mehr wissen, wie ihr im Raum Oldenburg nachhaltig leben könnt?
Schaut euch unsere interaktive Karte in der Cafeteria an!

Autoren (11D): Tom Wilkens, Cedric von Garrel, Alexander Schön

Autoren (11B): Ceyenne Bruns, Johanna Tapper, Hanna Machura-Badge