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13. Januar 2020

Die Stadt dient dem Menschen

Präsentationsabend zum Abschluss des Halbjahrprojekts „Vernetzter Unterricht“ in Jg. 11

Neben den Moderatoren Lea Reisch und Amelie Haake führt Claas Kämpf durch den Abend

Emma Rose Steinmetz kündigt den Podcast an

Verena Ottens kündigt Poetry Slam an. Zusammen mit Benedikt Feldhaus hat sie die Schülerinnen und Schüler in diese Kunst eingeführt.

Jolena Habben mit ihrem Text „Stadtperspektiven“ beim Poetry-Slam

Meret Otto mit ihrem Text „Straßenkrieg in Oldenburg“ beim Poetry-Slam

Luca Großklaus und Arne-Joris Meis präsentieren ihre Planung für das Quartier "Altes Finanzamt"

Luca Großklaus und Arne-Joris Meis als Vertreter ihrer Planungsgruppe (Tobias Rautenberg, Fernando Peiniger, Juliyan Jeyakumar)

Philipp Dullweber und Richard von Wedel präsentieren die Planung ihrer Gruppe (Sinja Scholz, Claas Kämpf, Anna Rogge)

Animierte Planungsübersicht

Ein Modell für die Planung aus dem Kunstunterricht

David Grimm, Philipp Dullweber, Alexander Ilin und Richard von Wedel bereichern den Abend mit ihrer Musik

Stell dir vor, Lehrer unterrichten, aber der Schüler bestimmt das Ziel.

Stell dir vor, Lehrerinnen unterrichten, aber die Schülerin kennt allein das, worauf sie hinaus will.

Stell dir vor, Schülerinnen dokumentieren in ihrem eigenen Essay, worauf es für sie hinausgelaufen ist und der korrigierende Lehrer lernt bei der Lektüre ganz neue Dinge dazu.

All diese Räume öffnen sich, wenn in der Liebfrauenschule Oldenburg im Jahrgang 11 der sogenannte "Vernetzte Unterricht" stattfindet. Damit verlagert sich das Forschen und Lernen viel stärker in die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler. Die Lehrerinnen und Lehrer geben weiterhin das Beste, aber sie nehmen sich zurück und nehmen die Schülerinnen und Schüler auf ihrem eigenen Weg sehr ernst. Genau diesen Weg werden sie dann nach der Schule immer weiter gehen.

Herr Hoppe (Ek, De), der federführend für das Fach Erdkunde den Vernetzten Unterricht organisiert hat, berichtet im folgenden Text über Konzept und Verlauf des Vernetzten Unterrichts im Jahrgang 11 im Schuljahr 2019/20:

"Am 21. Oktober begann der Vernetzte Unterricht mit einem von Frau Ahlers und Herrn Elsen vorbereiteten Gottesdienst und begleitete den Jahrgang 11 bis ins neue Jahr hinein. Am 09. Januar 2020 gipfelte das Projekt in einem Präsentationsabend, an dem Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und geladene Gäste die Schaffenskraft und Kreativität der Schülerinnen und Schüler bewundern durften.

Bei dem Projekt „Vernetzter Unterricht“ verhält es sich unabhängig von der jeweiligen Themenwahl so, dass mehrere Fächer gemeinsam Beiträge hierzu liefern, die von den Schülern und Schülerinnen gemäß Aufgabenstellungen verknüpft werden müssen.
Während Fachwissen in Schule ansonsten relativ klar den jeweiligen Fächern zugeordnet ist und innerhalb jedes Faches komplexe Themen in Analysen zerlegt werden, wird im VU eine gegenläufige Bewegung vollzogen. Die durch das Zerlegen der Zusammenhänge in ihre Einzelteile (Analyse) und in Teilsysteme (Fächer) gewonnenen Erkenntnisse werden unter einer neuen Problemfrage zusammengeführt (vgl. Loccumer Pelikan 2/2019, S. 20.). Damit fördert das Projekt in besonderem Maße die Problemlösungskompetenz der SchülerInnen.

Die Verknüpfungsleistung mündet in Klausurersatzleistungen. In diesem Jahr waren dies zum einen ein Essay im Fach Religion, in dem Aspekte anderer Fächer mit christlich-ethischen Werten, die in Religion behandelt wurden, in Zusammenhang gebracht werden mussten. Zum anderen war das Fach Erdkunde ein tragendes Vernetzungsfach. Hier wurde von den Schülerinnen und Schülern verlangt, eine Quartierplanung für die Neugestaltung des sich im Abriss befindenden Finanzamtes an der 91er Straße unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit vorzunehmen. Eine Bedarfs- und Standortanalyse bildete ebenso die Grundlage wie Erkenntnisse aus anderen Fächern. Das Wissen um Schall und Akustik, das im Fach Physik vermittelt wurde, bspw. konnte zu Erklärung von Lärmschutzmaßnahmen herangezogen werden.

Weitere Fächer, die am diesjährigen VU beteiligt waren, waren: Kunst, Deutsch, Geschichte, Physik und Politik/ Wirtschaft.
Eine besondere Bedeutung für die Quartierplanung besaß das Fach Kunst. Die Schülerinnen und Schüler fertigten hier unterschiedliche Visualisierungen wie Perspektivzeichnungen und Modelle an. Die gleichzeitige Verfolgung ästhetischer, stadtplanerischer und klimafreundlicher Ziele stellte eine Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler in der Planungsphase dar.

Sie hätten gerne bei dem Projekt einen Blick hinter die Kulissen geworfen?
Hier finden Sie einen Kurzfilm mit Impressionen [06:00].

Höhepunkt des Projekts war schließlich der Präsentationsabend am 09. Januar 2020. Schülerinnen und Schüler zweier Gruppen stellten die Konzepte und Visualisierungen - inkl. über die Vorgaben hinausgehenden Animationen - ihrer Quartierplanung vor, ein Podcast zum historischen Oldenburg der 11D bereicherte den Abend ebenso wie die vier Slammerinnen und Slammer, die in stimmungsvoll mystisches Licht getaucht ihre Empfindungen und Sicht auf das Thema „Stadt“ poetisch und authentisch offenbarten."

Einen Kurzfilm [03:06] einer der Quartierplanungsgruppen können Sie hier genießen.

Ein kurzes Video "Vom Konzept zum Gebäude" finden Sie hier.

Den Podcast [07:20] zum Nachhören finden Sie hier.

Artikel in der LFZ von Tim Kunad

 

Unabhängig vom Projekt des Vernetzten Unterrichts hat Adrian Dittrich, Autor der Schülerzeitung der Liebfrauenschule "LFZ", einen Artikel zum Thema "Wie aus dem Finanzamt-Areal in Oldenburg ein Hotspot werden kann" veröffentlicht, der am 10.01.2020 auch in der NWZ abgedruckt wurde.

Artikel in der LFZ von Adrian Dittrich