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19. November 2018

Die Gestaltung des Erinnerungsgangs 2018

Eine Nachlese

Ein Bild aus der Ausstellung

Während der Feier des Gottesdienstes in der voll besetzten Garnisonkirche

Erinnerungsgang

Erinnerungsgang

Lea Rolfes und Friederike Widjaja bei ihrer Rede im Hof der ehemaligen JVA

Mathias Kopetzki mit Julia Nickel bei der Lesung im Wilhelm 13

Eindruck vom Winterkonzert

Eindruck vom Winterkonzert

Theaterabend

Theaterabend

Übergabe des Lichtes an die Oberschule Ofenerdiek durch (v.l.) Lea Rolfes und Friederike Widjaja

Unter dem Motto "Dem Vergessen entgegentreten" hat das Gymnasium Liebfrauenschule Oldenburg sich in diesem ersten Schulhalbjahr intensiv mit der Gestaltung mehrerer Programmpunkte zum Erinnerungsgang auseinandergesetzt.

Vorbericht des Radiosenders OEins vom 24.10.2018

Im Kunstunterricht wurden in fast allen Jahrgangsstufen Arbeiten erstellt, die als Ausgangspunkt ein Bild oder einen Text haben, die im Zusammenhang mit der Recihsprogromnacht 1938 in Oldenburg entstanden sind. Diese Arbeit mündete in einer Ausstellung in der Landebibliothek.

Video des Senders OEins zur Ausstellungseröffnung

Im Fach Religion haben Schüler sich engagiert, den Gottesdienst zur Einstimmung in den Erinnerungsgang am 10.11. in der Garnisonkirche zu gestalten. Mit klaren Bezügen zur Vergangenheit und einem hoffnungsvollen Ausblick in die Zukunft wurde dieser Gottesdienst in der überfüllten Garnisonkirche gefeiert.

Am eigentlichen Erinnerungsgang nahmen fast 3.000 Menschen teil. Intensiv war das Schweigen während des Ganges. Höhepunkte waren die Verlesung der Namen der gequälten jüdischen Mitbürger von 1938 durch Herrn Buschermöhle, die Rede von Kai Kunad am Mahnmal in der Peterstraße und die Rede der Schülerinnen Lea Rolfes und Friederike Widjaja zum Abschluss des Ganges im ehemaligen Gefängnishof.

Die Rede von Kai Kunad am Mahnmal als pdf zum Download.

Die Rede von Lea Rolfes und Friederike Widjaja als pdf zum Download.

Berichtauf NWZonline

Videobericht auf OEins

Schauspieler und Autor Mathias Kopetzki reiste zu einer Lesung im Wilhelm 13 und für die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs in der Schule an. Spannend war die Auseinanderstzung mit Ausgrenzungserfahrungen eines ehemaligen Schülers (Abitur 1992).

Chöre und Orchester der Schule haben für das Winterkonzert unter dem Motto des Erinnerungsgangs Werke ausgesucht, die aus der Feder jüdischer Komponistinnen und Kompnisten stammen und die Bitte um Frieden ausdrücken. Höhepunkt beim Winterkonzert war die Aufführung des Werks "Osse", das Sarah Nemtsov für Chor und Orchester der Liebfrauenschule komponiert hat. Das Violinsolo von Jascha Pavlenko in der Musik zu "Schindlers Liste" rührte die Herzen an.

Publikumsreaktionen zum Download.

Das Konzertprogramm zum Download

Abschließend gestalteten die Schüler des Faches Darstellendes Spiel von Frau Dongowski einen selbst produzierten Abend mit Szenen zum Thema. Das Publikum war begeistert.

 Der Arbeitskreis Erinnerungsgang hat Rückmeldungen von Teilnehmern erhalten, die Nachkommen zweier betroffener Familien sind: Prof. Dr. Alexander de Beer, Nachkomme von Julius de Beer, und Familie Josef, die 1938 in Jever lebte. Sie loben die sehr gute Gestaltung und senden herzliche Grüße an alle Beteiligten. Besonders hervorgehoben wird, dass die Namen der beim Pogrom willkürlich verhafteten Menschen einzeln und feierlich vorgelesen wurden. Und bei der Rede der beiden Schülerinnen Friederike Widjaja und Lea Rolfes zum Abschluss im Gefängnishof sei neben vielen anderen Deatails besonders die Aktualisierung in die heutige Zeit zu loben. Auch die Rede Von Kai Kunad am Mahnmal in der Peterstraße wurde für ihren Inhalt und die besondere deklamatorische Qualität ihres Vortrags eigens gelobt.

Die Seite des Oldenburger Arbeitskreises Erinnerungsgang